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von Jan Günzel, Akademie für Kampfkunst

Hier schon einmal einige Fotos der Trainingsreise:

Ich bin nun schon seit einiger Zeit wieder zurück von einer magischen Trainingsreise nach Indonesien und seinen wunderschönen Inseln.

Die Menschen dort mit ihrer unglaublichen Hilfsbereitschaft, Warmherzigkeit und gelebten Spiritualität haben mich sehr berührt.

Sehr gute Erfahrungen hatte ich im herzlichen Austausch mit Meistern verschiedener Systeme, darunter Kung Fu und Pencak Silat. Nahezu alle Lehrer, dir mir begegneten, vermittelten in ihrem Unterricht neben den Kampftechniken auch das spirituelle Kulturgut des Landes.

Unvergessen bleibt mir das Qi Gong – Training am frühen morgen, zusammen mit 50 bis 100 Gleichgesinnten, die gute Energie des ungeschriebenen Tages nutzend. Ich traf dort auf alte Qi Gong / Tai Chi / Kampfkunst – Meister (die sich selbst nie „Meister“ nennen würden), in deren Mitte ich mich liebevoll aufgehoben fühlte. Manche dieser Lehrer üben sich in diesen Künsten schon länger, als ich lebe.

Wieder einmal wurde mir bewusst, wie sehr ich es liebe und wertschätze, dass diese – teilweise älteren – Menschen sich nahezu jeden morgen trafen, um sich gemeinsam etwas Gutes zu tun. Und das Qi Gong / Tai Chi / Kampfkunst – Training ist nur ein, wenn auch essentiell wichtiger, Teil dieses Austausches. Es wird geredet, zusammen gefrühstückt, es wird getanzt, Probleme werden gemeinsam gelöst … wo man in Deutschland manchmal das Gefühl hat, dass viele Menschen im Alter vereinsamen, sieht man dort eine starke Gemeinschaft von vielen „älteren“ Menschen, die ihr Leben gemeinsam mit Sinn füllen. Und das auch noch mit viel Freude und Leichtigkeit.

Eine besondere Ehre dieser Reise war für mich der Besuch bei einem alten Neigong / Qi Gong – Meister. Es gleicht für mich einem kleinen Wunder, dass ich ihn überhaupt hatte finden können. Er hat sich seit Jahren von der Öffentlichkeit zurückgezogen und legt einen großen Wert darauf, von niemandem aufgespürt zu werden. Nach weit über 40 Jahren als Lehrer und Heiler war er „in Rente gegangen“. Da er mich vor vielen Jahren indirekt sehr inspiriert hatte, wollte ich ihm einfach nur meinen Respekt erweisen und ihm ein Geschenk überreichen.

Obwohl mein Unterfangen unmöglich schien – diesen Mann in einer Millionenstadt zu finden ohne seinen richtigen Namen zu kennen – wurde ich auf einer Ebene unterstützt, die nicht wirklich physisch erfassbar war. Es waren „Zufälle“, die mir dabei halfen ihn zu finden, die, wären sie in einem Film verarbeitet worden, als unrealistisch hätten abgetan werden können … sogar, wenn es ein Hollywood – Streifen gewesen wäre.

Diese kurze Begegnung werde ich nie vergessen. Seine Fähigkeiten sind von einem solchen Kaliber, dass man sie nicht oft im Leben zu Gesicht bekommt. Viel wichtiger ist jedoch, dass er in seiner „aktiven“ Zeit unzähligen Menschen hatte helfen können.

Berührt an dieser Erfahrung hatten mich aber insbesondere auch die Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, die mir auf meiner Suche zuteil geworden sind. Mir wildfremde Menschen setzten Himmel und Erde in Bewegung, nur dass ich meine „Mission“ hatte erfüllen können.

Diesen Menschen sei an dieser Stelle gedankt.

Es ist immer wieder unglaublich, aus welch unerwarteten Quellen wir Hilfe bekommen, wenn wir bereits sind, uns für diese Hilfe zu öffnen.

Herzliche Grüße,

Jan Günzel, Akademie für Kampfkunst & TaoArts.